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Der Bezirk Andritz

Der Bezirksname weist auf schnell fließendes Wasser (endriesz) hin. Es gab früher zwei dörfliche Ortskerne: Oberandritz und Unterandritz. Nördlich davon liegt sich der Kirchweiler St. Veit (ursprünglich Gabriach). Nordöstlich von Oberandritz befand sich die Steusiedlung Neustift. Bei der Mur lag Weinzödl, nahe davon das Schloß St. Gotthart. Sowohl der Quelle bei der Kapelle St. Ulrich, als auch die Karstquelle des Andritzbaches wurde Wunderwirkung zugeschrieben. Bei der Volkszählung 1868 hatte der Bezirk mit heutigen Grenzen 2816 Bewohner, 1900 waren es 3870, 1947 knapp 8000. Seit 1901 konnte man mit der Straßenbahn bis zur Andritzer Maut fahren, ab 1906 bis in den Ort Andritz. Diese Anbindung ans städtischen Tramwaynetz verband die Stadtrandgemeinde enger mit Graz. Das Projekt, den öffentlichen Schienenverkehr bis zum Kalkleitmöstl zu verlängern, scheiterte. Die Anditzer wollten nicht um ihre Endstation kommen. Der Schöckelbach füllte 1932 erstmals das Becken des nach ihrer Gründerin Anna Stugitz benannten Bades. Als 1972 das Bad einem Wohnbau weichen sollte, verhinderte dies aktivbürgerlicher Protest.

Das verträumte Andritz veränderte sich auch durch die Eisengießerei und Maschinenfabrik des Josef Körösi (1811 - 1868). Aus dem Betrieb des Industriepioniers entstand in der Folge die Andritzer Maschinenfabrik.
Ein anderer Großbetrieb in Andritz war die Papierfabrik Kranz, die spätere Papierfabrik Arland. Heute steht hier eine neue große Siedlung (siehe der Name Am Arlandgrund). Seit 1961 besitzt das Ortzentrum Andritz mit Kirche (Hl. Familie) und Pfarre neben St. Veit ein zweites religiöses Zentrum.

Als 1938 Graz auf das sechsfache seiner Größe erweitert wurde, kam die seit 1850 selbständige Gemeinde Andritz, der Großteil der Gemeinde St. Veit bei Graz und der Südteil von Weinitzen zur Stadt Graz. 1938 bis 1946 bildeten diese Gebiete plus dem Norden des Bezirks Geidorf den neuen Bezirk Graz-Nord. Dann entstand der Bezirk Andritz mit seinen heutigen Namen und Grenzen. Gegenwärtig wird Andritz besonders durch seine neuen Siedlungen geprägt. Der flächengrößte Bezirk der Stadt besitzt aber auch noch landwirtschaftliche Nutzflächen und viel Wald. Der Weinbau im Bezirk ist schon längst Geschichte. So ist nur mehr der daraus ableitbare Hinweis auf das milde Klima von Interesse. Noch nach dem II. Weltkrieg war die Landwirtschaft ein Haupterwerb im Bezirk. 1948 zählte man hier 130 Pferde, 855 Rinder und 700 Schweine. Statt der Arbeitspferde sind hier nun relativ viele Reitpferde eingestellt. Heute hat der Bezirk, besonders in seinem Südteil, teilweise urbanes Aussehen und Funktionen angenommen.

Verfasser der Bezirkschronik Prof.Dr.Karel Kubinzky
Alte Bilder "Sammlung Kubinsky"

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